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LebenundTodEvolution: Der Weg ist das Ziel

Wir wollen nichts dem Zufall überlassen. Vor allem wollen wir „negative“ Entwicklungen vermeiden. Wir bedenken dabei nicht, dass gerade vermeintliche „Irrtümer“ oder „Fehler“ auf merkwürdigen Umwegen zu guten Ergebnissen führen können. Und weil die instinktive Entscheidung keine Garantie für den Erfolg ist erdenken wir das „Mögliche“ und planen es bis ins kleinste Detail, um 100-Prozentig sicher zu gehen.

Ziele sind irrelevant

Die größten Katastrophen der Menschheit wurden dadurch verursacht, dass einzelne Menschen ihre Sicht der Dinge zum Dogma erhoben. Sie erklärten sich selbst, ihre Entscheidungen und Ziele für unfehlbar. Wir Menschen sind jedoch niemals unfehlbar. Wir sind sogar im Hinblick auf unsere Fehleranfälligkeit eine suboptimale Lebensform. Dennoch wurde diese merkwürdige Spezies von der Evolution noch nicht verworfen. Bisher. Die Möglichkeitendes Menschen weisen weit über ihn selbst hinaus. Gerade unsere Fehler bergen Chancen. Wenn auch mitunter auf ganz andere Entwicklungen, als die erwünschten. Menschen handeln nach dem Prinzip Versuch und Irrtum. Auch und besonders dann, wenn sie es mit rational klingenden Worthülsen übertünchen.

Alternativen der Evolution

  1. Sich gegen die Veränderung stemmen. Wider besseres Wissen auf unsinnigen Zielen beharren.

  2. Sich der Zukunft stellen. Sich selbst verändern, die Ziele anpassen.

In der Gegenwart leben, Fehler zulassen

Das einzig sinnvolle Ziel im Leben ist der Weg. Wir müssen wieder lernen, besser auf die Signale unseres Körpers zu hören, und Fehler zuzulassen. Wir verfügen über einen hochsensiblen Wahrnehmungsapparat, ein reichhaltiges Innenleben. Wir besitzen die einzigartige Fähigkeit, uns von inneren Programmen – wenigstens teilweise - zu emanzipieren und frei von äußerlicher Bewertung oder Beeinflussung zu handeln. Und das umso mehr, je mehr wir zu unserem ursprünglichen Wesen zurückfinden.

WuerfelZiele und Wille, Machbarkeit und Zufall

Die Evolution hat noch eine erstaunliche Fähigkeit hervorgebracht: Wir können uns nicht nur über unsere Ziele bewusst werden, sondern auch über die dahinter liegende Motivation.

Lange waren Menschen nur Figuren auf dem Spielbrett der Evolution. Inzwischen trachten wir auch danach, auf sie einzuwirken. Wir beeinflussen das Wetter und experimentieren mit dem Leben. Diese Ziele sind mehr als ehrgeizig. Sie sind vermessen. Unser Wille hat sich schon lange nicht mehr so sehr auf das Sein und den Sinn des Lebens im Hier und Jetzt gerichtet, als auf das Tun. Auf Machbarkeit und Machtausübung. Wir schauen auf die Zukunft, doch unsere Mitgift stammt aus der Vergangenheit. Wir sind fixiert auf das Morgen und vergessen dabei das Heute. Wir streben einen besseren Zustand an und sehen nicht, dass jetzt gerade im diesem Augenblick der bestmögliche Zustand erreicht ist. Dass unsere Ziele auf unserem Wissen von Gestern basieren. Nicht auf dem von heute. Die Zukunft lässt sich nicht berechnen und schon gar nicht zwingen.

Das Prinzip Zufall

Wir wollen die Welt mit dem Verstand vermessen. Deswegen unterschätzen wir regelmäßig das Prinzip Zufall. Wir vereinfachen die Welt nach unseren Möglichkeiten. Auch das ist eine erfolgreiche Überlebensstrategie. Doch wir sind es gewohnt, in einer linearen Logik zu denken: Wir verlängern Trends linear von A nach B in die Zukunft. Wir beziehen weder Zufälle, noch Veränderungen der Voraussetzungen, dadurch entstehende neue Notwendigkeiten und darauf beruhende Lernprozesse mit ein.

Nehmen wir zum Beispiel das Reaktorunglück in Fukushima. Er bewirkte einen unvorhersehbaren Wandel, der dem linearen Muster nicht entsprach. Niemand hätte sich bis dahin vorstellen können, dass der Atomausstieg in Deutschland so schnell Realität werden könnte. Diese Entwicklung war von Zufall und Notwendigkeiten geleitet. Nicht von menschlichen Zielvorstellungen.

Freud SofaDer freie Wille – eine Illusion?

Sigmund Freud entwickelte im Rahmen seiner Psychoanalyse als erster die Theorie, dass das Ich nicht „Herr im eigenen Haus“ sei. Sie besagt, dass das bewusste Denken nur einen kleinen Teil der Informationsverarbeitung im Gehirn darstelle. Das Handeln des Menschen beruht nicht etwa auf rationalen Entscheidungen, sondern meist auf unbewussten Vorgängen.

Was ist das Unbewusste?

Das Unbewusste ist ein gigantischer Speicher. Er entstand während der gesamten Evolution des Menschen vom Tierwesen bis heute. Es wird aus vielen Quellen gespeist. Die Inhalte sind nicht bewusst, weil unser Gehirn sehr effizient arbeitet: Es entsorgt alles, was für das Überleben nicht unmittelbar relevant ist, auf eine Art „externe Festplatte“. Dazu gehören zum Beispiel auch viele subtile Sinneswahrnehmungen. Sie werden gar nicht erst bewusst. Weil zu viel Information unser System schlicht überlasten würde. Auch unser biologisches Erbe - Triebe und Instinkte - brodelt in diesen Untiefen.

Wirkmechanismen des Unbewussten

Die Inhalte des Unbewussten wirken sich auf unser Leben aus, ohne dass wir das wahrnehmen. Sie beeinflussen Einstellungen, Emotionen und Verhalten. In ihren Auswirkungen kann man sie mitunter sogar greifen - oft ohne recht zu wissen, was die Ursache dafür ist. Zum Beispiel wenn sich Gefühle der Wut oder der Traurigkeit einstellen, obwohl es dafür scheinbar keinen vernünftigen Grund gibt. Wir sind nicht so frei, wie wir glauben.

Selbst-Erkenntnis macht frei

Der Mensch kann sich jedoch zumindest ein Stück weit aus dieser Unfreiheit befreien. Sigmund Freud sagt: „Wo Es war soll Ich werden“. Durch die Analyse von Emotionen, Einstellungen und Verhaltensweisen kann man die Wirkprinzipien des Unbewussten nach und nach erkennen. Das Erkennen bewirkt schon Veränderung. Wir können in dem Maße, indem wir uns bewusst werden über das was uns bewegt, in unseren Willensentscheidungen und der Wahl unserer Ziele freier werden.

BauchgefühlFehlerquellen: Ratio versus Körperbewusstsein

Kleinkinder sind frei von rationalem „Ballast“. Ihr Verhalten, ihre Einstellungen und Entscheidungen sind pragmatisch und opportunistisch. Wie die Evolution selbst. Ihre Ziel ist der Selbsterhalt innerhalb des Familiensystems und der Absicherung des eigenen Status darin. Können sie ihre Strategien erfolgreich umsetzen ist das ein Ausdruck von Lebenstüchtigkeit. Erwachsene Menschen spalten sich zunehmend von den ursprünglichen Systemen ab und erheben die Rationalität über alles andere.

Sie glauben, sie seien auf der sicheren Seite, wenn sie sich vom Verstand leiten lassen, konkrete Ziele anpeilen und detaillierte Pläne entwickeln, um diese zu erreichen. Sie denken, dass sie dann weniger Fehlentscheidungen treffen. Das erweist sich häufig als Irrtum.

Vertrauen auf das, was wir sind

Sie misstrauen ihren Instinkten. Auch deswegen, weil sie diese so oft fehl interpretieren. Weil sie verlernt haben, sie überhaupt wahrzunehmen. Aber sie können dieser Instanz nicht entrinnen. Weil die Entscheidung dort meist schon gefallen ist, bevor wir damit beginnen, nachzudenken. Die menschliche Evolution war ja gerade deshalb so erfolgreich, weil unsere Körpersysteme uns geholfen haben, gute und nützliche Entscheidungen zu treffen. Wir dürfen uns ihnen ruhig anvertrauen, denn Instinkte, Emotionen und Intuition sind dem Verstand oft überlegen. Sie beraten uns gut, denn in unserem Körper sind alle Erfahrungen gespeichert, die Menschen gemacht haben. Die uns zu dem gemacht haben, was wir sind.

Bauch- oder Kopf - Welche Entscheidungen sind besser?

Unser logischer Verstand ist überaus wertvoll. Er ergänzt das Wissen unseres Körpers und ist ein wichtiges Korrektiv. Der rationale Verstand ist besonders dann nützlich, wenn wir nicht auf Erfahrungswerte bauen können bzw. wenn eine objektive, sachliche Betrachtungsweise notwendig ist. Aber auch Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ sind gut. Besonders dann, wenn wir nicht auf vorhandene Informationen und Erfahrungen zurückgreifen können.

Evolution und Bewusstsein

Hat Evolution ein Ziel?

BewusstseinEvolution und Bewusstsein

Irgendwann im Laufe der Evolution entwickelte sich auch das Bewusstsein des Menschen. War Bewusstsein nur eine Laune, eine Spielerei der Natur? Offenkundig ist Bewusstsein bei der Anpassung unserer Art an die uns umgebende Lebenswelt in irgendeiner Weise nützlich. Wenn das nicht der Fall wäre, wäre das Bewusstsein nämlich längst in einer Sackgasse der Evolution gelandet. Was nicht zweckdienlich ist, wird verworfen. Es ist also auch nicht ausgeschlossen, dass Bewusstsein verworfen wird, wenn es sich als hinderlich für unser Überleben erweist.

Überlebens-Vorteil dank Bewusstsein?

Dank seiner Intelligenz gepaart mit Bewusstsein kann der Mensch strategisch planen. Er kann sich sogar seinem genetischen Programm willentlich entziehen. Er muss sich beispielsweise nicht zwangsläufig reproduzieren.

Das Überleben des Menschen setzt eine stark ausgeprägte soziale Intelligenz voraus, denn seine Nachkommen bedürfen über viele Jahre hinweg der intensiven Betreuung. Bewusstsein macht es möglich, dass er nicht nur genetische Programme automatisch abspult, sondern eigenständige Entscheidungen treffen kann. Das verschaffte uns Menschen einen erheblichen Vorteil gegenüber anderen Arten: Er ist seither in der Lage, Informationen effektiver, sinnvoller und zielgerichteter zu verarbeiten. Er kann zum Beispiel Freunde von Feinden unterscheiden, indem er die Absichten seines Gegenübers einschätzt deren Ziele. Damit stiegen unsere Überlebenschancen enorm.

Gleichzeitig begann der Mensch allerdings, sich anderen Arten gegenüber überlegen zu fühlen. Er stellte seinen Verstand über die althergebrachten Informationsverarbeitungssysteme seines Organismus - Instinkte, Emotionen und Intuition. Obgleich er sich auch heute noch in den Kinderschuhen seiner Entwicklung befindet. Gemessen an seinem Wissen über die Funktionsweise von Bewusstsein und Gehirn, das Zusammenwirken körperlicher und geistiger Systeme, die Gesetze der Natur und der Evolution.

Ist die Evolution zielgerichtet?

Fehlerquellen: Ratio versus Körperbewusstsein

evolutionHat Evolution ein Ziel?

Der französische Genetiker François Jakob sagte, die Evolution sei ein Bastler. Sie verwende einfach das verfügbare Material und bastle daraus Neues. Nach den Prinzipien des Zufalls, der Notwendigkeit, der Selektion oder der Mutation. Evolution ist weder vorherbestimmt noch berechenbar. Evolution hat keinen Plan. Kein Ziel.

Die Grundlagen unserer Existenz: Irrtum und Fehler

Alles ist beständig im Fluss. Die Veränderung ist der Motor der Evolution. Kleine Fehler bei der Reproduktion führen zu immer neuen Variationen des Lebens. Evolution hat kein Ziel. Sie kennt auch keine Perfektion und keine Moral. Evolution wertet nicht. Der Mensch hat keinen höheren Status als die Amöbe. ie Auswahl der Arten, die überleben, folgt rein pragmatischen Kriterien:

Wer gut an die Lebensumstände angepasst ist, überlebt. Alles andere wird verworfen. Wir verdanken unsere Existenz dem Zufall. Einer Aneinanderreihung kleiner Fehler. Ohne sie wären wir heute noch Amöben. Evolution kennt keine sinnlosen Versuche. Der Irrtum ist Teil des Phänomens. Das Leben einzelner Menschen ist ein winziges und unbedeutendes Sandkorn in den Dimensionen der Evolution. An Bedeutung gewinnen diese Naturgesetze überhaupt nur durch die Entwicklungsgeschichte unserer Art im Ganzen gesehen.

Wozu überhaupt Intelligenz?

Intelligenz erwies sich als Vorteil für Entwicklung und Bestand einiger Arten. Homo faber verändert seine Umwelt aktiv und zielgerichtet und baut so seine Überlebensvorteile systematisch aus. Auch einige Tiere setzen Werkzeuge planvoll ein und erweiterten so ihren Grad der Anpassung.

Auch Schwarm-Intelligenz ist eine sehr erfolgreiche Überlebensstrategie: Ameisen kooperieren arbeitsteilig wie ein einziger Organismus. So konnten sie ihren Lebensraum über den gesamten Planeten ausbreiten und Mitbewerber verdrängen. Sie haben eine Art inneren Plan. Von ihrer unmittelbaren Umgebung, den Mitgliedern des eigenen Stammes und deren Funktion. Sie verfolgen ein Ziel, das allem übergeordnet ist: Das Überleben der Königin und damit der eigenen Art. Diese Strategien sind Teile des genetischen Programms. Keine verstandesmäßig gesetzten Ziele. Denn die setzen Bewusstsein voraus.

Evolution und Bewusstsein

Fehlerquellen: Ratio versus Körperbewusstsein

obst gemueseStarkes Immunsystem - Speiseplan für einen Tag

Diese Nahrungsmittel solltest du jeden Tag essen:

  • Obst und Gemüse,

  • Vollkornprodukte,

  • Milchprodukte.

Fleisch und Fisch sind nachrangig. Das muss nicht jeden Tag auf den Tisch.

Fünf am Tag

Idealerweise ist du fünf Portionen Obst und Gemüse über den Tag verteilt. Das Gemüse sollte teilweise roh, teilweise gekocht verzehrt werden. Obst kann man auch mal durch Apfelsaftschorle oder einen frisch gepressten Orangensaft ersetzen.

In Ruhe essen – trotz Stress!

Gönne dir ein bisschen Ruhe - auch wenn der Stress noch so groß ist! Nur eine viertel Stunde. Das ist bekömmlicher und hilft dem Organismus beim regenerieren. Versorge deinen Körper regelmäßig mit Energie und Vitalstoffen. Warte nicht, bis du ausgehungert und ausgelaugt bist. Die Phasen zwischen den Mahlzeiten sollten nicht zu lange dauern, weil man bei Heißhunger oft unkontrolliert isst. Das Essen sollte nicht zu schwer und nicht zu fett sein, damit der Körper nicht zu stark belastet wird. Ansonsten muss er viel Energie in die Verdauung stecken. Sie fehlt dort, wo sie gebraucht wird. Im Kopf zum Beispiel.

Stress-Speiseplan für einen Tag

Beim Frühstück kannst du wählen zwischen

  • Brot oder Brötchen (am besten Vollkorn oder Roggen), als Belag mageren Schinken oder Frischkäse , Tomatenscheiben, Gurke, Radieschen,

  • Quark mit Honig,

  • Müsli mit frischen Früchten, Milch oder Joghurt.

Für den Snack zwischendurch:

  • Frisches Obst,

  • Joghurt,

  • Rohkost mit Quarkdip.

Mittags stehen diese Alternativen zur Auswahl:

  • Fischfilet, Reis, Gemüse, Salat,

  • Putenschnitzel, Kartoffeln, Gemüse,

  • Nudeln mit Gemüsesoße.

Dessert: Obst oder Joghurt

Nachmittags-Snack:

  • Müsliriegel,

  • Fruchtschnitte,

  • Obst,

  • Rohkost,

  • Joghurt.

Abends:

Gemischter Salat oder Rohkost, Brot oder Brötchen mit Käse, magere Wurst, Kräuterquark.

Getränke:

Mineralwasser, Fruchtsaftschorle, Kräutertees.

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ImmunabwehrImmunsystem stärken durch Ernährung

Gesunde Ernährung ist gerade in Phasen hoher Belastung sehr wichtig. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie man trotz Stress lecker und gesund isst und trinkt.

Warum ist gesunde Ernährung bei Stress so wichtig?

Stresssituationen belasten den Körper und schwächen so nach und nach die Immunabwehr. Deswegen sollte man gerade dann auf eine gute Ernährung achten. Das bedeutet:

  • ausgewogene und vitaminreiche Ernährung,

  • frische Kost, viel Obst und viel Gemüse und

  • frische Zubereitung.

Es ist oft sinnvoller, sich vom Lieferdienst einen frischen Salat kommen zu lassen, als immer nur Brote, Schokolade und Kekse zu essen.

Frühstücken wie ein Kaiser...“?

Es ist auf Dauer nicht gesund, das Frühstück wegzulassen. Dann geht dem Körper schnell die Energie aus. Man sollte also morgens vernünftig essen, um den Körper vorzubereiten und mit Energie zu versorgen. Ideal ist ein Müsli oder ein Joghurt mit Haferflocken. Das kann man gut am Abend vorher schon vorbereiten.

Es ist auch nicht gesund, die großen Mahlzeit auf den Abend zu verschieben. Das belastet den Organismus. Es ist also durchaus etwas dran an alten Lebensweisheiten wie „ein voller Bauch schläft nicht gerne“.

Welche Vitamine braucht der Körper bei Stress speziell?

Unter anhaltender Belastung benötigt unser Körper besonders

Selen und Zink unterstützen außerdem beim Abbau von freien Radikalen, die in solchen Situationen vermehrt auftreten. Übrigens ist ein Vitamin alleine meistens nicht besonders hilfreich. Die Wirkung ergibt sich aus der Gesamtheit aller Vitamine. Sie ergänzen sich gegenseitig bei bestimmten Stoffwechselvorgängen.

Sind Vitaminpräparate bei Stress hilfreich?

Gerade bei großen Belastungen benötigt unser Körper zahlreiche Vitamine in hoher Dosierung. Es geht also erst einmal darum, dass man in der akuten Stresssituation ausreichend versorgt ist. Menschen, die unter Zeitmangel leiden, müssen deswegen auch einmal auf ein Vitaminpräparat zurückgreifen. Ansonsten kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Stress - was muss ich beim Trinken beachten?

2 ½ Liter am Tag sollten es insgesamt sein. Kaffee und schwarzer Tee zählen übrigens nicht zur Flüssigkeitsbilanz. Auch stark zuckerhaltige Getränke sollte man meiden. Am besten stellt man immer eine Flasche an gut sichtbarer Stelle auf, damit man im Vorbeilaufen immer trinken kann. Empfehlenswert sind

  • Mineralwasser,

  • grüner Tee oder Früchtetee und

  • verdünnte Fruchtsäfte oder, wenn man nicht auf die Kalorien achten muss, reine Fruchtsäfte.

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Starkes Immunsystem - Speiseplan für einen Tag

Garten EdenEin Neuer Umgang mit der Macht

Macht ist zunächst ein neutraler Begriff und kann durchaus im positiven Sinne verstanden werden. Gestaltende, aufbauende Macht kann konstruktive Entwicklungen in Gang setzen. Unter einer Bedingung: Die Strategien der Macht müssen transparent sein. Eine Enttabuisierung und ein „neuer Umgang mit der Macht“ könnte nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Politik zu einer höheren Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit und damit der gesamten Gesellschaft zu nachhaltigeren ökonomischen Erfolgen und zu mehr Menschlichkeit verhelfen. [Vgl. Hoffmann, Walter: Vom Mythos Macht im Management: Ein Tabu im Umbruch?]

Das globale Versagen der Politik

Der Logik Alfred Adlers folgend kann man dem Streben nach Macht um der Macht willen nur dadurch erfolgreich begegnen, indem diesem Streben die Basis entzogen wird: das überdimensionierte Minderwertigkeitsgefühl der nach Macht Strebenden. Menschen sollten von frühester Kindheit an ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln können. Nur dann kann er die anstehenden Lebensaufgaben konstruktiv und kooperativ bewältigen. Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen. Es sind langfristige gesamtgesellschaftliche Umlern-Prozesse notwendig. Wir werden zunächst wie immer mit Spannung verfolgen, welche Parteien bei den nächsten Wahlen das Rennen machen. Sie werden bald wieder selbst am Pranger stehen. Weil sie keine Lösungen für die anstehenden Probleme aufzeigen können und das globale Versagen der Politik nicht verhindern können.

Verantwortung übernehmen

Gleichzeitig bilden sich weltweit agierende, sich selbst organisierende, kooperative Netzwerke und operative Strukturen heraus. Sie nutzen kreativ die Freiräume, um aus einem wohl verstandenen Gemeinschaftsgefühl heraus regionale, aber auch transnationale Politiken zu betreiben. Es ist an der Zeit, Abschied zu nehmen von den „Göttern“ und selbst ein Stück Verantwortung aus Einsicht und Freiheit für die gemeinsame Zukunft zu übernehmen.

Ring des NibelungenLiebe, Macht, Verblendung – die Götterdämmerung

Richard Wagner verfasste mit dem Ring des Nibelungen eine psychologische Parabel auf die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung. Hauptdarsteller Alberich sucht die Liebe vergeblich. Er versucht schließlich, sie durch Macht zu kompensieren. Alberich verfällt am Ende der Sucht nach Allmacht, die selbst über Leichen geht. Dieses Gleichnis hat bis heute nichts an Gültigkeit eingebüßt.

Wotan und die Liebe

Die Natur, versinnbildlicht durch die Rheintöchter, verweigert Alberich die Befriedigung seiner Bedürfnisse. Der tyrannische König der Nibelungen entsagt daraufhin der Liebe. Auch die Götter selbst schmähen die Liebe: Selbst Gott Wotan würde keinen Augenblick zögern, Freia, die Göttin der Liebe, für die Allherrschaft zu opfern. Er wird nur durch das Naturgesetz daran gehindert. Doch Wotan ist süchtig nach Macht. Seine Machtgier wird immer größer. Sie ist schließlich so groß, dass er für die Allherschaft sogar die Weltordnung aufgeben will. Die Ordnung, die er selbst geschaffen hat. Es kommt zur Götterdämmerung.

Untergang der alten Ordnung und Götterdämmerung

Die Götterdämmerung wäre vermeidbar gewesen, wenn Wotan auf den Ring des Nibelungen verzichtet hätte. Der Ring ist das Symbol der Macht. Erst in der Auseinandersetzung mit seiner Tochter zeigt sich die hinter Wotans Machtgier verborgene Kraft der Liebe. Brünnhilde ist die Inkarnation seiner innersten Wünsche, seines Unterbewusstseins. Der Gott Wotan nimmt Abschied von seinen Illusionen. Er erkennt, dass eine neue Weltordnung kommen wird. In dieser neuen Ordnung werden Götter nicht mehr benötigt. Mit der Götterdämmerung verlieren die Götter ihre Macht über die Welt, die Rheintöchter nehmen den Ring wieder an sich, es schließt sich der Kreis: Untergang geht in Leben über, der Fluch, der auf der Welt lag, weicht, die Dinge fügen sich in ihre natürliche Ordnung.

drei AffenRealitätsverlust - Macht - Abwehrmechanismen

Dem Streben nach politischer Karriere liegt allzu oft ein konkretes Motiv zugrunde: Das Bedürfnis, mächtig und wichtig zu sein. Der Wunsch nach Anerkennung wird kaschiert durch eine politische Mission, zum Beispiel das Kämpfen für „soziale Gerechtigkeit“, „Umweltschutz“ etc. Unbewusst sind schon mehrere Abwehrmechanismen aktiv. Es entstehen „blinde Flecken“.

Verdrängung, Verleugnung, Projektion

Die zugrunde liegenden Bedürfnisse werden verdrängt, ja verleugnet. An ihre Stelle tritt die Rationalisierung. Man findet für das ursprüngliche Motiv einen „guten Grund“, beispielsweise: „Ich tue das, weil ich Gutes bewirken will!“ Der Abwehrmechanismus der Projektion zeigt sich im Umgang der Parteien miteinander: Die gegnerischen Lager prangern Schwächen, Fehler und Versagen der anderen an. Sie machen diese zum überwiegenden Teil ihrer politischen Inhalte. Anstatt in schwierigen Phasen gemeinsam an Lösungen für Probleme, Konflikte und Fragen der Zukunft zu arbeiten.

Der blinde Fleck der Politik

Mit einer erstaunlichen Blindheit dafür, dass es sich fast immer um eigene Verfehlungen handelt. Fehler, die von der anklagenden Partei selbst schon begangen wurden und werden. Die politischen Strategien und die dahinter stehenden psychologischen Mechanismen sind uralt. Eine neue Qualität gewinnen sie vor dem Hintergrund, dass eine breite Öffentlichkeit im Internet diese Spiegelfechtereien verfolgt und daran teilnimmt. Die Menschen „da draußen“ haben kein Verständnis mehr für diese Gefechte. Sie fordern die konkrete Vertretung ihrer Interessen ein. Egal von welcher Partei.

Viele Politiker lassen sich heute mit jeder Sau durchs Dorf treiben. Sie übertrumpfen sich mit lauten Parolen und üben sich dann in Ignoranz. Klare Linie? Fehlanzeige! Das schadet der Gesellschaft, der Wirtschaft und den Politikern selbst. Eine glaubwürdige, optimistische Perspektive, die Gegensätze versöhnen und Spannungen befrieden kann, ist nicht in Sicht.

Die Herrschaft der Medien und der Wirklichkeitsverlust

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/15/Honor%C3%A9_Daumier_-_Gargantua.jpg/312px-Honor%C3%A9_Daumier_-_Gargantua.jpgSchon zu Beginn des neuen Jahrtausends prangerte der politische Journalist Jürgen Leinemann († 2013) die Massenmedien an. Das war lange, bevor das Internet seinen Siegeszug antrat. Er kritisierte damals, dass Medien die Tendenz der kollektiven Derealisation verstärkten: Wir entfernen uns immer weiter von der Wirklichkeit, statt uns der Realität anzunähern. In seinem Buch „Höhenrausch“ schreibt Leinemann, die „Mediokratie“ erschaffe durch mediale Inszenierung Ersatzwirklichkeiten. In diesen virtuellen Räumen können die Polit-Profis ihr Ego aufblähen und ihre faktische Ohnmacht kompensieren.

Fakes statt Fakten

Der langjährige Spiegel-Journalist beklagt einen zunehmenden Wirklichkeitsverlust in unserer Gesellschaft: Politische Überzeugungen und eine echte Welt- und Sachkenntnis gehen verloren. Mediale Formen der Inszenierung nehmen dagegen rasant zu. Gleichzeitig lernen erfolgreiche Politiker, Macht als Droge zu genießen. Diese Sucht bezeichnet Leinemann als die spezifische Krankheit unseres Zeitalters. Der Realitätsverlust sei bezeichnend für das Sucht-Syndrom. In „Höhenrausch“ stellt er fest, dass der Beruf des Politikers für den Großteil unserer Volksvertreter zu Droge geworden ist: Macht, Erfolg, Arbeit, Alkohol, öffentlicher Applaus – das alles seien Auslöser für den Höhenrausch und zugleich Verstärker für die Sucht.

Narzissmus und Sucht

Die Sucht entsteht nach Leinemann vor allem durch Narzissmus. Er stellt ihn etwas verkürzt als eitle Selbstverliebtheit dar, die immer wieder nach neuer Bestätigung verlange. Verkürzt deswegen, weil die narzisstische Persönlichkeit zwischen Gefühlen der eigenen Überwertigkeit und der Minderwertigkeit schwankt. Und das ist genau genommen das eigentliche Problem, das nach Kompensation drängt.