Tipps Umgang Narzissten20 Tipps im Umgang mit Narzissten (15 - 20)

15. Übe dich in Engelsgeduld. Sei entgegenkommend ohne jede Einschränkung. Gib alles. Signalisiere im Konfliktfall Unterwerfung. Du bist dir hoffentlich im Klaren, dass du aus dieser Nummer für den Rest deines Lebens nicht mehr raus kommst. Lustig ist das auf Dauer nur für Menschen die auf Kampf-Beziehungen stehen.

16. Nimm alles mit. Auch den Nervenkitzel und das Drama. Aber lass dich nicht verletzen. Zurückschlagen funktioniert gelegentlich auch sehr gut, sollte aber speziellen Gelegenheiten vorbehalten bleiben, damit die Wirkung nicht verpufft. Setz diese Waffe also nur ein, wenn der Narziss zum Beispiel beabsichtigt, dich zu verlassen. Ansonsten bewahre Contenance. Kontere mit emotionaler Kälte. Tu betont gelangweilt.

17. Denke immer daran: Befriedigungen für deine eigenen Bedürfnisse findest du auch außerhalb deiner Beziehung. Achte dabei auf absolute Diskretion und strikte Geheimhaltung, damit sich der Narziss nicht gekränkt fühlt.

18. Bedenke immer: Es gibt mindestens einen guten Grund, warum du dich auf deinen
Narzissten eingelassen oder dich noch nicht von ihm getrennt hast. Schließlich hat eine Verbindung mit ihm ja durchaus gewisse Vorteile. Halte dir also immer all das vor Augen, was er dir Gutes tut.

19. Solltest du zur Überzeugung gelangt sein, du müsstest etwas an deinem Leben ändern,
nur weil ein Narziss dich kritisiert hat, bist du in eine seiner perfidesten Fallen getappt: Was auch immer du nun tust - es ist sowieso falsch! Selbst dann, wenn es ganz genau das ist, was dir der Narziss geraten hat. Du hast leider wieder alles vollkommen falsch gemacht. Keine Chance. Richtig kannst du sowieso nur liegen, wenn es dem Narzissten gerade ins Zeug passt. Aber selbst dann hält sein Wohlwollen meist nur kurze Zeit vor.

20. Widerstand ist zwecklos. Du wirst assimiliert.

Umgang mit Narzissten Tipps 1 - 8

Umgang mit Narzissten Tipps 9 - 14

NarzissDein Partner, Chef, etc. ist ein Narziss? Diese Tipps helfen garantiert:

9. Komm nicht auf die absurde Idee, irgendwelche albernen Spielchen zu spielen. Die beherrscht der Narziss allemal besser. Er macht schließlich die Spielregeln.

10. Gib dich keinen Illusionen hin: Du kannst deinen Narzissten weder festhalten noch ändern. Du kannst einen Berg von Argumenten anhäufen und versuchen, ihm so sein Verhalten bewusst zu machen. Du kannst genauso gut schreien, kratzen und beißen. Der Narziss wird sich nur enerviert abwenden. Im günstigsten Fall bietet er dir einen Waffenstillstand an. Aber nur, um dir dein kindisches Verhalten bei der nächsten Gelegenheit aufs Butterbrot schmieren. Nichts ist so relativ wie der Burgfrieden mit einem Narzissten und am Ende bist du sowieso immer der Böse.

11. Harmonie wirst du in einer Beziehung mit dem Narzissten vergeblich suchen. Auch wenn er dir glaubhaft versichert, dass ihm an nichts mehr gelegen sei.

12. Hör dem Narzissten aufmerksam zu, auch wenn du ihm kein Wort glaubst. Gib ihm Recht. In allem. Gelegentliche Gesten und Laute der Bewunderung schaden nie. Wenn du ein Anliegen hast, nutze kleine Atempausen im Text, um dieses anzubringen. Der Narziss schätzt es besonders, wenn Bittsteller sich anregend, humorvoll, charmant und unterwürfig präsentieren. Appelliere an seinen Sinn für Ungewöhnliches und an seine blühende Fantasie, denn Unterforderung oder gar Langeweile verzeiht er dir nicht so schnell.

13. Biete ihm etwas, das er sonst nirgends bekommt. Sei immer gut vorbereitet und halte stets eine gut gefüllte Vorratskammer mit reichlich Nahrung für seine narzisstischen Bedürfnisse bereit. Weil du selbst nämlich nicht sehr lange der Quell seiner Bedürfnisbefriedigung bleiben wirst. Falls du das überhaupt jemals warst.

14. Übernimm die Funktion seines Dealers. Beschaffe ihm alles, was seine narzisstischen Bedürfnisse befriedigt. Er ist süchtig nach der Droge. Fixe ihn leicht an und mach ihn abhängig von dir. Das macht es allerdings später, wenn du genug von seinen Macken hast, schwieriger, das Weite zu suchen.

Zu den Tipps im Umgang mit Narzissten 1 - 8

Umgang mit Narzissten Tipps 15 - 20.

RegelnGoldene Regeln für den Umgang mit Narzissten (1 - 8)

  1. Komm ihm nicht zu nahe. Dies wird als Übergriff in feindliches Territorium gewertet und umgehend mit einem vernichtenden Gegenschlag beantwortet.

  2. Zeige dich beeindruckt von allen Dingen, die ihm wichtig sind: seinen beruflichen Leistungen, seinem guten Aussehen, seinem Erfolg beim anderen Geschlecht etc. (Auch, wenn nichts von alledem zutrifft. Vor allem dann.)

  3. Schränke den Narzissten niemals ein. Lehne keine noch so absurde Forderung ab. Versprich ihm alles. Mit etwas Glück vergisst er es ja wieder.

  4. Das wirkliche Leben ist irrelevant und bestenfalls dazu da, um seine Grandiosität zu unterstreichen.

  1. Wenn es Dinge gibt, die getan werden müssen, bring sie dem Narzissten so bei, als würde es sich um seine eigene, außerordentlich geniale Idee handeln. Setze ihm möglichst plastisch auseinander, welche Vorteile es mit sich bringt (Reichtum, Ruhm, Ehre etc.). Aber so, dass sie ihm ins Auge springen. Er kann nicht zwischen den Zeilen lesen.

  1. Lass dich nie zu einer Bemerkung hinreissen, die sein Ego, seine Allmacht und Allwissenheit, sein unfehlbares Urteil, seine Fähigkeiten oder seinen beruflichen Erfolg in Frage stellen. Böse Sätze beginnen zum Beispiel mit: "Du hast einen Fehler gemacht...“

  1. Erwähne nie die Tatsache, dass du ein eigenständiges, unabhängiges Individuum bist. Ziehe es nicht einmal in Betracht. Füge dich darein, dich als seine Ich-Erweiterung zu betrachten. Deine Existenzberechtigung beschränkt sich darauf, ihn seiner Grandiosität zu versichern.

  2. Der Narziss befindet sich im Konflikt-Modus? Gehe ihm mindestens zwei Tage aus dem Weg! (Besser: ein ganzes Leben, aber das ist ja leider meist nicht praktikabel.) Es bestehen nämlich gute Chancen, dass er bis dahin ein anderes Opfer gefunden hat. Irgendwo muss er ja seinen Unmut abreagieren.

Noch mehr nützliche Tipps im Umgang mit Narzissten:

Umgang mit Narzissten Tipps 9 - 14

Umgang mit Narzissten Tipps 15 - 20

gut boeseFreundschaft, Rache, Schuld und geschönte Erinnerungen

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ehekarussell 1

 

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Verliebt in einen Narzissten…

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LiebeLiebe: Beziehungen sind ganz schön kompliziert!

Alle suchen, keiner findet...

Beziehungen sind so ziemlich das allerkomplizierteste, was es gibt: Ist der Mensch alleine, sucht er oder sie nach einem Partner. Wenn sich zwei gefunden haben, jammert der eine alsbald über das, was ihn am anderen stört. Das kann sogar recht lange gut gehen. Wenn es aber dann doch nicht klappt, klagen beide wieder über das, was ihnen fehlt. Ein Partner nämlich. Aber eben der richtige. Dabei sucht doch eigentlich jeder genau das gleiche. Nämlich jemanden, der nicht dauernd jammert. Lesen Sie mehr...

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Ist wahre Liebe käuflich? Viele scheinen das zu glauben. Auch die zahlreichen Anbieter kommerzieller Dating-Plattformen wollen uns das glauben machen. Da stellt sich doch die Frage: Wie hoch sind die Erfolgsraten der Online-Partnerbörsen wirklich? Denn auch wenn sich angeblich alle paar Minuten ein Single verliebt – wie oft kommt es vor, dass der Liebestaumel das erste Date überlebt? Lesen Sie den ganzen Artikel...

Online-Dating - Fake, Klick und weg

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Ein kleiner Flirt im Internet - wo beginnt Untreue?

Ist die Glut erst entfacht, wird aus einem harmlosen Geplänkel manchmal ein handfester Flirt. Doch wie weit darf man gehen, wenn man in einer festen Beziehung lebt? Wo beginnt Untreue? Ist es schon ein Alarmzeichen, wenn der Partner erotische Bilder betrachtet? Lesen Sie weiter...

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Beziehung auf Distanz? Das funktioniert auf Dauer nicht, das ist doch nur was für junge Leute... ! Das bekommt man nicht selten zu hören, wenn man im Freundeskreis von der neuen Liebe erzählt, , die viele Kilometer weit entfernt lebt. Mehr lesen...

 

justitiaAnspruch und Wirklichkeit der Selbstgerechten

Hand aufs Herz: Wie oft im Leben sind wir über alle Zweifel erhaben? Auch wenn uns selbst ein gutes Bauchgefühl leitet - können wir je wirklich wissen, was für andere gut und richtig ist? Dürfen wir darüber befinden und über die Köpfe anderer hinweg entscheiden? Sie bevormunden, ihnen sagen, wo es lang geht?

Die kleinen Diktatoren in den Internet-Foren

Dennoch haben einige - so scheint es zumindest - die Weisheit mit Löffeln gefressen. Sie nehmen sich das Recht heraus, ihre Standpunkte über die der anderen zu stellen. Ein Phänomen, auf das man sehr häufig im Internet trifft. Was steckt dahinter?

Wenn sich das subjektive Empfinden für Gerechtigkeit verselbständigt hat das meist mit übertriebener Selbstbezogenheit zu tun. Der Selbstgerechte macht sein eigenes Gefühl zum Maßstab aller Dinge. Er hat nicht die Fähigkeit, die Dinge aus der Sicht anderer zu betrachten. Er kann seinen eigenen Standpunkt nicht relativieren, sondern setzt ihn absolut. Er erhebt sich über andere und sonnt sich im trügerischen Gefühl, mehr Autorität zu besitzen als diese. Er glaubt, den anderen intellektuell und vor allem moralisch überlegen zu sein.

Recht und Selbstgerechtigkeit

Der Selbstgerechte will sich nicht hinterfragen lassen und entzieht sich jeder Kritik. Wird er angefeindet, so fordert er Respekt ein - den er selbst seiner Umwelt allerdings hartnäckig verweigert. Er ist rechtschaffen, er steht über dem Recht. Das der anderen tritt er dagegen gerne mit Füßen. Er allein weiß, was richtig oder falsch - ja, viel schlimmer noch: was gut und was böse ist. Nur er allein darf (ver)urteilen und richten.

Erleuchtet oder verblendet?

Der Selbstgerechte will Macht über andere gewinnen und verdeckt sein eigentliches Ansinnen oft nur dürftig mit dem Mäntelchen des Altruismus. Er zitiert gerne namhafte Autoritäten, beruft sich auf das "richtige" und "wahre" Empfinden oder - wie viele Esoteriker - auf angeblich uraltes Erfahrungswissen.

Doch letztendlich verstecken sich dahinter häufig nur unhaltbare Ideologien oder reine Glaubensfragen. Denn auch der Selbstgerechte kennt die "absolute Wahrheit" oder gar die Antworten auf die letzten Fragen ebenso wenig, wie ein Mensch sie eben kennen kann...

das böseSchlummert das Böse in jedem von uns?

Wir sind keine Mörder, keine Vergewaltiger und die allermeisten von uns neigen nicht einmal zur Gewalt. Und doch behaupten Philosophen seit Menschengedenken: der Keim des Bösen schlummert in jedem von uns! Viele Mörder waren einst vollkommen unauffällige Menschen - so wie wir. Vielleicht sogar gute Menschen. Jedenfalls so lange, bis sie eine furchtbare Tat begingen, die ihr Leben - und das vieler anderer - aus der Bahn geworfen hat.

Wie wird man zum Mörder?

Wenn wir Mord-Geschichten in den Nachrichten verfolgen, fragen wir uns jedes Mal wieder nach den Gründen für eine solche Tat. War es eine Handlung aus dem Affekt? Aufgestaute Wut, die sich irgendwann zum blinden Hass entwickelte? Oder war die Tat von langer Hand geplant? Aus Rache oder gar aus Habgier? In vielen Fällen tappen die Ermittler im Dunkeln und wir werden die eigentlichen Beweggründe nie erfahren.

Ist der Mörder „böse“? Die meisten Menschen stimmen zumindest darin überein, dass seine Tat durch nichts zu rechtfertigen ist.

Schlummert in jedem von uns ein Mörder?

Warum beschäftigen uns solche Geschichten so sehr? Möglicherweise deswegen, weil sie uns regelmäßig mit der Überlegung konfrontiert, ob wir selbst oder nahestehende Menschen im Extremfall auch zu einer solchen Tat fähig wären. Und weil wir vielleicht sogar schon manches Mal in unserer Wut den Gedanken hatten: „Ich könnte ihn (oder sie) umbringen!“ oder: "Wenn er (oder sie) nicht mehr da wäre, dann hätte ich endlich meine Ruhe…“

Sind wir also weniger böse, nur weil wir unsere Gedanken nicht in die Tat umsetzen? Und wo beginnt es eigentlich – das Böse in uns? Sehen wir nicht bei so vielen Dingen einfach zu und unternehmen nichts, obwohl wir wissen, dass andere ins Messer laufen? Und machen wir uns nicht dabei auch schon ein bisschen mitschuldig? Sind die, die nichts unternehmen, besser als die Täter?

Wo beginnt das Böse?

Ist ein Selbstmordattentäter böse? Er opfert sein eigenes Leben für seine Religion – das ist aus seiner Sicht eine gute Tat. Kein Opfer, kein Angehöriger und auch (fast) niemand sonst in der Welt wird dieser Ansicht folgen. Wie kann ein Mensch die Vernichtung anderer Menschen gut heißen?

Es ist so einfach, zu sagen: ich bin nicht böse, denn ich würde niemals zu solchen Mitteln greifen! Und doch sterben täglich Millionen von Menschen vor unseren Augen - an Hunger und in kriegerischen Auseinandersetzungen. Wir sehen untätig dabei zu und vernichten gleichzeitig unsere Lebensgrundlagen auf diesem Planeten jeden Tag ein bisschen mehr.

Narziss MKL1888Die narzisstische Gesellschaft - leben nur Egoisten gut?

Egoismus ist gesund – bis zu einem gewissen Grade. Ein gesundes Gemeinwesen braucht beides: Egoismus und Altruismus. Auch hier macht die Dosis das Gift. Aber mitunter drängt sich der Eindruck auf, dass wir nur noch von Egomanen umgeben sind.

Viele Menschen in unserer Gesellschaft haben offenbar nur noch eines im Auge: ihr eigenes Wohlergehen. Sie raffen und horten ohne Rücksicht auf andere. Sie gehen über Leichen und streben mit allen Mitteln nach Erfolg und Reichtum. Sie sind berühmt und mächtig und das macht sie zu Vorbildern für andere – zum Beispiel für junge, naive und wenig selbstbewusste Menschen.

Doch ist Erfolg auch gleichbedeutend mit Glück und Zufriedenheit? Und sollte man sich deswegen lieber nur noch um das eigene Wohl kümmern und nicht mehr um das der anderen?

Wer gibt, dem wird gegeben

Psychologische Studien zeigen: Beides ist wichtig. Weil wahres Glück und echte Zufriedenheit immer auch mit Selbstlosigkeit und Fürsorge für andere einhergehen.

Wer gut für sich selbst sorgt, dem geht es gut. Wer gut für andere sorgt, dem geht es noch viel besser. Selbstlosigkeit ist sogar lebensverlängernd, denn wer hilfsbereit ist und anderen viel gibt, leidet seltener an Depressionen und ist auch ansonsten gesünder als Egomanen.

Wir sind nun eimal soziale Wesen. Unser Gehirn ist darauf programmiert, hilfsbereit und großzügig zu sein. Im Laufe der Evolution gediehen Gemeinwesen, die gut füreinander sorgten. Gesellschaften, in denen dagegen allzu viele nur nach dem eigenen Vorteil trachteten und andere für ihre Zwecke missbrauchten, starben aus.

Egoismus ist angeboren

Empathie und Altruismus sind unsere Mitgift für ein gutes soziales Miteinander. Doch auch der Egoismus ist uns in die Wiege gelegt.

Selbstlosigkeit und das Bedürfnis, nach dem eigenen Vorteil zu trachten, konkurrieren ständig miteinander und es ist immer auch eine Frage der Umstände, welche Eigenschaft stärker zum Vorschein kommt. Das Umfeld, in dem wir leben, kann den Hang zum einen oder zum anderen fördern oder hemmen.

Ich oder Wir?

Wird also wirklich nur noch der Egoismus kultiviert? Ein Blick auf die Geschichte zeigt: Diese Klage wird schon seit Menschengedenken geführt. Aristoteles suchte bereits nach einem Ausgleich zwischen Egoismus und Altruismus und fand ihn – in der Gerechtigkeit.

Auch Schopenhauer ereiferte sich über den kolossalen Egoismus der Menschheit und bis heute unterstellen sich verschiedenste gesellschaftliche Gruppierungen regelmäßig gegenseitig grenzenlosen Egoismus.

Tatsächlich aber erleben wir beides: Egoismus und Altruismus. Mehr Menschen denn je zuvor sind ehrenamtlich tätig und engagieren sich für eine bessere Welt. Sie sorgen sich nicht nur um andere, zum Beispiel in Krisenregionen, sondern kümmern sich auch aktiv darum, dass die Armut auf der Welt eingedämmt wird und immer mehr Menschen ein wirklich menschenwürdiges Dasein führen können.

Wenn Du Dich für das Thema Narzissmus interessierst, solltest Du unbedingt auch den Narzissimus lesen.

Vincent Willem van Gogh Wann ist es Depression? Vom Umgang mit der Melancholie

Wenn sich der dunkle Schatten der Melancholie auf das Gemüt legt kann das mitunter sehr heilsam sein. Meist finden wir schnell wieder zur Ausgeglichenheit zurück, doch mitunter frisst sich die Traurigkeit tief in die Seele hinein und raubt den Betroffenen jede Freude am Leben.

Die Melancholie wurde von vielen Dichtern und Künstlern gepriesen. Sie ist wie ein dunkler Schatten, der sich auf das Gemüt legt und alles in düsterem Licht erscheinen lässt. Man hat nahe am Wasser gebaut, der Kloß sitzt im Hals, die Kehle ist wie zugeschnürt. Man möchte am liebsten nur alleine sein – sich vollkommen zurückziehen von der Welt. 

Melancholie ist heilsam

Diese Art von Traurigkeit kann sogar sehr heilsam sein. Melancholie besitzt eine ganz eigene Energie. Der Abschied von geliebten Menschen - zum Beispiel wenn Kinder aus dem Haus gehen - erfüllt uns mit Wehmut. Wir bleiben mit einer inneren Leere zurück.

Meistens gibt es gute Gründe für den Blues. Wir nehmen uns dann einfach ein wenig Auszeit und lauschen in uns hinein. Die Ruhe tut uns gut und verhilft uns zu neuer Kraft und Kreativität. Schon bald finden wir wieder zurück zu unserer Mitte und es gelingt uns, die Leere mit neuem Leben zu füllen.

Diagnose Depression

Manchmal jedoch bleibt das Gefühl der tiefen Traurigkeit und nimmt den Betroffenen hartnäckig gefangen. Für die Diagnose Depression ist die Dauer entscheidend und die Tiefe: Hält die düstere Stimmung mehr als sechs Wochen an, ist sie von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit begleitet, die sogar an Selbstmord denken lässt, dann sollte man sich unbedingt Unterstützung suchen.

Die Depression liegt auf den Schultern wie eine Zentnerlast. Sie bedrückt und raubt die Lust am Leben. Die Betroffenen verkriechen sich im dunklen Kämmerlein und sind nicht einmal mehr in der Lage, Dinge anzugehen, die ihnen Linderung verschaffen könnten – Freunde treffen zum Beispiel oder Sport treiben.

Gefangen im Schneckenhaus

Sie verlieren sich ganz und gar in düsteren Grübeleien, drehen sich fortwährend in ihrem Sorgenkreisel und können nicht mehr klar denken. Die Depression ist wie ein großes schwarzes Loch, in dem das Ich verschwindet.

Hat die Depression einen Sinn?

Es liegt auf der Hand, dass der Betroffene Probleme hat, die nach einer Lösung drängen. Auslöser sind häufig Lebenskrisen, die mit einem Verlust und/oder dem eigenen (oft auch nur vermeintlichen) Versagen einhergehen.

Die Depression ist ein Versuch der Seele, die Krise zu überwinden. Im positiven Sinne zwingt sie den Erkrankten, nach einer Lösung zu suchen – einem Weg aus dem Labyrinth, in dem er gefangen ist. Doch manchmal geraten die Symptome außer Kontrolle. Dann greifen viele dankbar zu Medikamenten.

Medikamente lösen die Probleme nicht

Antidepressiva lösen die zu Grunde liegenden Probleme nicht. Sie können kurzfristig helfen, das schwere Leiden zu lindern - langfristig fördern sie nur die Verdrängung. Sie helfen dem Kranken lediglich dabei, vor seinen inneren Konflikten zu fliehen. Sie verhindern aber, dass er – im besten Falle zusammen mit einem Psychotherapeuten - nach echten Lösungen sucht.

PfauMein Partner ist so peinlich! Wie geht man mit ungeliebten Eigenschaften um?

Die peinlichen Marotten unserer Partner - früher konnten wir noch milde darüber lächeln. War er nicht gerade wegen seiner ganz besonderen Eigenarten so liebenswert? Haben wir uns nicht sogar deswegen in ihn verliebt? Wir waren blind für seine Schattenseiten, seine weniger angenehmen Eigenschaften. Später regen wir uns gerade darüber auf und stellen deswegen mitunter sogar die Partnerschaft in Frage.

Dunkle Wölkchen am rosaroten Himmel

Am Anfang – ja, da sehen wir den Partner durch die rosarote Brille. Wir finden alles an ihm einfach wunderbar. Mit der Zeit jedoch lässt die Verblendung nach. Wir entdecken im Alltag immer mehr störende Kleinigkeiten: Die nachlässig hingeworfene Wäsche, seine Eitelkeit. Wir stöhnen innerlich leise auf, wenn er vor versammelter Gesellschaft alberne Witze reißt oder altkluge Kommentare abgibt zu Dingen, von denen er nun wirklich rein gar versteht. Wenn er seine über alles geliebten karierten Hemden trägt und nach billigem Rasierwasser duftet wie ein Iltis auf der Balz.

Wer ist schon ohne Fehler…?

Der Mensch an unserer Seite ist ein wenig dicker geworden, sieht nicht wirklich gut aus und ist auch keine große Leuchte? Aber doch vielleicht ein herzensguter Mensch. Gutmütig und großzügig. Was können wir von einem Menschen erwarten? Perfektion sicher nicht. Wer ist schon ohne Makel, ohne Fehler? So sehr wir uns auch bemühen, uns selbst zum Positiven zu verändern – wir bleiben doch im Grunde immer die, die wir nun einmal sind.

Ist es Liebe?

Wir sind Gewohnheitstiere, die immer wieder in den alten Trott zurück fallen. Und dieses Recht sollten wir auch unserem Partner einräumen. Schließlich sind wir nicht für das verantwortlich, was er tut oder lässt. Wir müssen nicht dafür einstehen und uns erst recht nicht dafür schämen. Der Partner ist ein eigenständiges Wesen. Und zur Liebe gehört unabdingbar auch Respekt. Liebe bedeutet vor allem, dass wir ihn so annehmen können, wie er nun einmal ist – mit allen seinen kleinen Unvollkommenheiten.

Das Geheimnis der Liebe: Respekt!

Und wenn uns nun die Marotten am anderen so sehr stören, dass wir darunter leiden? Ja, dann sollten wir uns zunächst einmal die Frage stellen: Warum genau stört mich das eigentlich? Warum stehe ich nicht darüber? Ist es vielleicht der Balken im eigenen Auge, den ich nicht sehen will? Sind es die eigenen ungeliebten Anteile, die uns der andere spiegelt?

Der Weg zur Liebe führt vor allem über die Selbsterkenntnis. Je besser wir uns und unsere eigenen Marotten annehmen können, desto besser können wir auch die unseres Partners annehmen und ihn als Person respektieren. Selbstliebe ist das Geheimnis der Liebe, denn der Respekt für den anderen wächst mit der Selbstachtung.

TeiresiasBehinderung: Der Umgang mit dem Anderssein im Lauf der Geschichte

Behinderung wurde und wird als mehr oder weniger gravierende Abweichung von der Norm verstanden. Und der Umgang mit dem Anderssein scheint nicht mit der Entwicklungsstufe einer Zivilisation zu korrelieren sondern vielmehr mit deren ethischen Einstellungen und darauf begründeten Regelwerken. Auch die Lebensweise spielte dabei immer eine Rolle. Während nomadische Stämme heute noch Angehörige zurücklassen, die der Reise nicht gewachsen sind, existieren zur gleichen Zeit sesshafte Naturvölker, die Menschen mit Behinderungen liebevoll integrieren.

Nicht anders in frühester Geschichte: Schon bei den Neandertalern finden sich eindeutige Hinweise auf eine relativ gute Fürsorge für Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen. Im antiken Griechenland dagegen war die Aussetzung von Kindern mit Behinderungen selbstverständlich. Doch auch dort gab es Ausnahmen: Der blinde Teiresias des Homer genoss – ungeachtet der Tatsache, dass er wahrscheinlich nie existierte - so hohes Ansehen, dass die Verspottung Blinder gesetzlich bestraft wurde. Denn Blinde, so glaubte man, könnten mit den Göttern in Verbindung zu treten und die Zukunft voraus sagen.

Das Motiv der besonderen Auszeichnung durch die Götter ist dabei quer durch alle Religionen und Kulturen ebenso häufig anzutreffen wie das Stigma der Strafe Gottes. Ein Tabu, das für den Gezeichneten Integration oder Ausgrenzung und häufig sogar den sicheren Tod bedeutete. Ein größeres Tabu, so scheint es mitunter, als der Tod selbst.

Es hat allerdings zu allen Zeiten Menschen gegeben, die sich nicht mit solchen ethischen Betrachtungen oder der Ehrfurcht vor dem Tabu aufhielten. Schon im alten Ägypten fand man Gefallen daran, Menschen aufgrund körperlicher Besonderheiten als Hofnarren vorzuführen. Die Erfindung regelrechter „Freakshows“ scheint jedoch  das zweifelhafte Verdienst der Römer zur Kaiserzeit gewesen zu sein: Als „Spielereien der Natur“ wurden sie wilden Tieren gleich bei Festen oder im Zirkus zur Schau gestellt. Es entwickelte sich regelrecht ein eigenes Marktsegment - das „forum morionum“, der „Markt der Narren“ - auf dem Menschen aus aller Welt teuer gehandelt wurden.

In der Renaissance und im Barock lebte – allem Humanismus zum Trotze – die Belustigung auf Kosten entwürdigter und entrechteter Menschen wieder auf: Könige hielten mit Vorliebe kleinwüchsige Menschen als Hofnarren und zum Amüsement der Hofgesellschaft. So soll Katharina von Medici neun Hofzwerge besessen haben. Man sagt ihr auch nach, sie habe eigens Zwergenhochzeiten organisiert, um deren Anzahl noch zu vermehren.

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Segregation statt Integration