Aktuell

Tarot

Warum wir uns so gerne täuschen lassen

Seit jeher war die Menschheit in schwierigen Phasen stark verunsichert. Wem konnte man noch vertrauen? Den weltlichen und religiösen Führern, die immer schon im Verdacht standen, eigennützig zu handeln, sich zu bereichern? Auf Kosten des Volkes. Viele Beispiele wusste man zu nennen. Darunter auch viele Mythen und wilde Spekulationen. Und seit jeher wurden die Menschen in solchen Zeiten mit (mehr oder weniger) tiefsinnigen Weissagungen (selbst ernannter) Hellseher und Propheten beglückt. Eine ganze Herrschar von Menschen hat sich dem einträglichen Geschäft mit dem Jenseitigen und Übersinnlichen verschrieben. Mit steigender Nachfrage, ganz besonders eben in Zeiten der Ungewissheit. Denen, die an den Ängsten der anderen verdienen, war deren Not nie ganz unwillkommen. Auch heute noch lauschen zahlreiche Menschen den Botschaften der schillernden Gurus, vertrauen sich ihnen blind an und sind bereit, sehr viel Geld für Humbug und Brimborium zu investieren. In schwierigen Zeiten haben Orakel Konjunktur. Denn wer die Zukunft kennt, ist seiner Zeit immer einen großen Schritt voraus.

Yoga Chakren

Esoterik – Ersatz-Religion oder Weg in die Abhängigkeit?

Esoterische Bewegungen haben in unserer Gesellschaft die Funktion von Ersatz-Religionen übernommen. Sie stiften Sinn und zeigen neue Wege zu Selbsterfahrung und Erkenntnis auf. Doch die starke Faszinationskraft der Esoterik birgt auch große Risiken für labile Persönlichkeiten.

Religion - ein Grundbedürfnis

Fast alle Menschen fragen sich irgendwann nach dem Sinn des Lebens. Sie suchen nach geeigneten Wegen zu einer richtigen und guten Lebensführung. Sie sehnen sich nach Glück und Erfüllung im Diesseits. Sie wünschen sich befriedigende Antworten auf die Frage, was dereinst im Jenseits mit ihnen geschieht. Antworten auf diese Fragen zu liefern - das war Aufgabe und Privileg der Religionen und Philosophen. Zu allen Zeiten, in allen Kulturen.

Flammarion

Esoteriker, Verschwörungstheoretiker und sonstige Narzissten

Esoteriker haben nichts weniger als "eine kosmische Mission auf Erden“ zu erfüllen. Nach eigenem Bekunden. Das ist eben nun einmal, bei aller Bescheidenheit, ihre Berufung: Sie sind schlicht auserwählt. Eine Art Licht- oder Engelwesen, Evolutions-Agenten. Bereits in ein höheres Bewusstsein erwacht als der Rest der Menschheit. Denn die anderen, das sind nur Schlafschafe. Die unerweckt in träumerischer Dunkelheit vor sich hindämmern. Erwählt wurden die spirituell überlegenen übrigens von einer wie auch immer gearteten kosmischen Entität. Gott? Außeriridische? QAnon? Näheres ist nicht bekannt. Und je nach Gruppierung beliebieg austauschbar. Daher ist diese ominöse Entität auch eine grandiose Projektionsfläche für jede ganz individuelle Heilsvorstellung.

Robert Fudd Bewusstsein17Jh

Der Individuationsprozess nach Carl Gustav Jung

Ziel der Individuation oder Ganzwerdung ist nach Carl Gustav Jung die Menschwerdung - die Entwicklung des „Selbst“. In einem erste Schritt auf diesem Weg soll das Unbewusste, das Dunkle, der Schatten akzeptiert und in die eigene Persönlichkeit integriert werden. In eine Persönlichkeit, die vorher nur das Helle, das sozial Akzeptiere kannte.

Auf diesem Weg lauern Gefahren. Der Mensch begegnet dort den Archetypen. Sie besitzen große Macht. Manch einer verliert sich darin und hält sich fortan für einen gottgleichen Übermenschen. Oder für die von Liebe besessene Übermutter, für ein Lichtwesen oder gar für einen Engel. Für einen Schamanen, einen Magier, eine Hexe oder eine Heilerin.

Schwarze Katze

Magie im Alltag – wie wir unser Leben verzaubern

Haben Sie auch einen IT-Spezialisten im Bekanntenkreis, der seine Computer regelmäßig mit Weihwasser besprenkelt, um die bösen Dämonen daraus zu vertreiben? Oder eine Sportlerin, die vor dem Wettkampf dreimal auf Holz klopft? Im Grunde steckt in fast jedem von uns ein Zauberlehrling oder eine kleine Hexe. Dazu muss man noch nicht einmal besonders esoterisch oder abergläubisch sein.

Nürnberg nach Kriegsende 1945

Nürnberg im Januar 1945 - Stadt der Tränen

Nürnberg ist eine lebens- und liebenswerte Stadt. Touristen, aber auch viele Gäste aus der unmittelbaren Nachbarschaft machen sich kaum die Mühe hinter die Fassaden zu blicken: Das alte Gemäuer in der historischer Altstadt ist keineswegs ursprünglich mittelalterlich. Keine Mauer, kein Stein war damals auf dem anderen stehen geblieben. Nicht einmal die Ruinen. Die Bombennacht vom 01. auf den 02. Januar 1945 verwandelte Nürnbergs historisches Erbe in eine trostlose Wüste aus Gesteinsbrocken und glühender Asche. Und, sofern sie nicht den Luftangriffen zum Opfer gefallen waren, verzweifelten und tief in ihrer Seele verwundeten Menschen.

Henri Brispot Gourmand

​Gourmet oder Gourmand? Feinheiten der Esskultur

Der bedeutendste französische Gastrosoph Jean Anthelme Brillat-Savarin (1755 – 1826) schrieb:

Es gibt eine bevorzugte Klasse, welche durch materielle und organische Vorausbestimmung zu den Genüssen des Geschmacks bestimmt ist“.

Die besten Voraussetzungen für Feinschmeckertum sind demnach ein gewisser Reichtum und gute Geschmacksnerven.

Kaspar Hauser

Kaspar Hauser - ein ungelöstes Rätsel

Die Geschichte des Kaspar Hauser bleibt bis heute geheimnisvoll und rätselhaft: Am Nachmittag des 26. Mai 1828 wird der damals vielleicht 15-Jährige zum ersten Mal gesehen. In Nürnberg, von zwei Schuhmachern, die an diesem sonnigen Pfingstmontag ihren Feiertagsplausch in der Nähe des Unschlittplatzes hielten. Noch am gleichen Tag spricht der Junge beim Rittmeister von Wessenig in der Irrerstraße vor. Der kann jedoch mit dem wundersamen Knaben wenig anfangen und lässt ihn zur Polizeiwache bringen. Aber auch dort war aus dem Kaspar nicht viel herauszubringen. Also beschloss man, ihn vorerst in eine Arrestzelle im Turm Luginsland zu sperren.

Landkreis Tirschenreuth Magazin ANgeKOMMEN

Das neue Magazin ANgeKOMMEN - eine Rundreise durch den Landkreis Tirschenreuth

Endlich ist es so weit - mit der ersten Ausgabe des neuen Magazins ANgeKOMMEN eröffnet die Bildungs- und Wirtschaftsregion Tirschenreuth ihre Fachkräfte-Kampagne. Die Image-Broschüre vermittelt lebhafte Eindrücke davon, was gut leben und arbeiten im Landkreis Tirschenreuth bedeutet. Sie wird zunächst jährlich, später halbjährlich erscheinen.

gute Hausfrau

Werbung aus den 50ern - Fräulein Antje und die kluge Klementine

Die Werbung der 50er und 60er Jahre funktionierte noch ziemlich einfach, denn die Macher hatten die Zielgruppe klar vor Augen: das hausbackene Mütterchen am heimischen Herd. Ihr ganzer Stolz galt der nach Frühling duftenden Wäsche und dem leckeren Sonntagsbraten in der Backröhre. Schürze und Kochlöffel - das waren die Wahrzeichen ihrer kleinen Welt. Mann ging arbeiten und hatte zu Hause die Hosen an.

Wer liest schon Gebrauchsanweisungen?

Die meisten Menschen glauben zu Recht, Bedienungsanleitungen sind nur etwas für Idioten. Normalerweise sollte sich die Funktionsweise nämlich alleine dadurch erschließen, dass man das Ding lange genug anstarrt. Wenn das nicht der Fall ist, liegt es am Gerät. Der Hersteller hat versagt. Die einfachsten Dinge sind ohnehin die besten, denn das Leben ist schon hart genug. Deswegen braucht auch niemand Produkte, die es komplizierter machen. Wo ist sie also, die viel gepriesene „intuitive Benutzerführung“?

Der faule Schnick, Wilhelm Busch

Mut zur Faulheit – warum wir nicht immer aktiv sein müssen

Müßiggang ist aller Laster Anfang. So oder so ähnlich lauten die Sinnsprüche, die uns in der Kindheit eingetrichtert wurden. Auch in den alten Märchen werden die Fleißigen belohnt und die Faulen bestraft. Solche Gebote setzten sich so hartnäckig in unserem Köpfen fest, dass auch heute noch der, der einfach mal eine Zeitlang müßig ist, als unnütz gilt und von der Gesellschaft schnell als „Versager“ abgestempelt wird. Deswegen arbeiten viele Menschen lieber unglaublich hart daran, der Faulheit zu entrinnen. Und wenn es nur der reine Aktionismus ist, der sie auf Trab hält.