LebenundTodEvolution: Der Weg ist das Ziel

Wir wollen nichts dem Zufall überlassen. Vor allem wollen wir „negative“ Entwicklungen vermeiden. Wir bedenken dabei nicht, dass gerade vermeintliche „Irrtümer“ oder „Fehler“ auf merkwürdigen Umwegen zu guten Ergebnissen führen können. Und weil die instinktive Entscheidung keine Garantie für den Erfolg ist erdenken wir das „Mögliche“ und planen es bis ins kleinste Detail, um 100-Prozentig sicher zu gehen.

Ziele sind irrelevant

Die größten Katastrophen der Menschheit wurden dadurch verursacht, dass einzelne Menschen ihre Sicht der Dinge zum Dogma erhoben. Sie erklärten sich selbst, ihre Entscheidungen und Ziele für unfehlbar. Wir Menschen sind jedoch niemals unfehlbar. Wir sind sogar im Hinblick auf unsere Fehleranfälligkeit eine suboptimale Lebensform. Dennoch wurde diese merkwürdige Spezies von der Evolution noch nicht verworfen. Bisher. Die Möglichkeitendes Menschen weisen weit über ihn selbst hinaus. Gerade unsere Fehler bergen Chancen. Wenn auch mitunter auf ganz andere Entwicklungen, als die erwünschten. Menschen handeln nach dem Prinzip Versuch und Irrtum. Auch und besonders dann, wenn sie es mit rational klingenden Worthülsen übertünchen.

Alternativen der Evolution

  1. Sich gegen die Veränderung stemmen. Wider besseres Wissen auf unsinnigen Zielen beharren.

  2. Sich der Zukunft stellen. Sich selbst verändern, die Ziele anpassen.

In der Gegenwart leben, Fehler zulassen

Das einzig sinnvolle Ziel im Leben ist der Weg. Wir müssen wieder lernen, besser auf die Signale unseres Körpers zu hören, und Fehler zuzulassen. Wir verfügen über einen hochsensiblen Wahrnehmungsapparat, ein reichhaltiges Innenleben. Wir besitzen die einzigartige Fähigkeit, uns von inneren Programmen – wenigstens teilweise - zu emanzipieren und frei von äußerlicher Bewertung oder Beeinflussung zu handeln. Und das umso mehr, je mehr wir zu unserem ursprünglichen Wesen zurückfinden.